In seinem Essay blickt Oliver Hamann auf den Wandel der Presse- und Sportfotografie – aus der Perspektive eines Beteiligten, der diese Veränderungen über Jahrzehnte aus unterschiedlichen beruflichen Blickwinkeln miterlebt hat. Es geht dabei weniger um eine nostalgische Rückschau als um die Frage, was aus der einstigen Wertschöpfung rund um professionelle Bilder geworden ist und welchen Stellenwert fotografische Arbeit in einer Welt nahezu unbegrenzter Bildmengen noch besitzt.
France, Grand Est, Strasbourg, Bas-Rhin, Tea House Au Fond du Jardin
Ja, ich vermisse es schon, denn man findet es kaum mehr: das ländliche räudige Elsaß. Mit den verrauchten PMU-Bars (Kneipen speziell für Sportwetten), durch die jederzeit Kommissar Maigret – bekanntlich Mann einer Elsässerin auf Heimaturlaub – behäbig stiefeln könnte. Ansonsten bevölkert von zumeist abgerissenen, schwarzzahnigen Pernod-Säufern, deren eigentliches Alter unmöglich zu schätzen war.
Und natürlich die o-beinigen Kellner der Straßen-Cafés, mit denen man gerne einige Worte in irgendeinem allemannischen Dialekt wechseln konnte. Eine Welt des Kauderwelsches.
Das Buch von Alfred Büllesbach .„Wehrt Euch, leistet Widerstand…“ ist wahrlich ein echtes Langzeitprojekt! Sein gerade publizierter Band versammelt Fotos der Friedensbewegung und Anti-Atomkraft-Proteste der 1970/80er Jahre in der Bundesrepublik. Auffällig ist: Heute erscheinen die Bilder wie aus einer anderen Welt. Und das sind sie wohl auch! Selbst die Namen der Orte der damaligen Kontroversen sind kaum mehr in Erinnerung: Mutlangen, Wackersdorf, Wendland.
Spätestens seit dem Krieg in der Ukraine wird in Deutschland wieder intensiv über die Rüstungs- und Energiepolitik gestritten. Und unvermittelt gewinnt ein Rückblick auf die westdeutsche Friedens- und Anti-AKW-Bewegungen der 1970er und 1980er Jahre wieder an Aktualität.
Die Sektion Kunst, Markt & Recht der Deutschen Gesellschaft für Photographie lädt den Vorstand des Deutschen Fotorats zu einem Online-Gespräch am 8. September um 19 Uhr ein. Das von Thomas Gerwers (Leiter der DGPh-Sektion Kunst, Markt & Recht) moderierte Gespräch findet als Live Teams-Meeting statt. Als Gäste werden Anna Gripp und Julia Laatsch, Mitglieder des Sprecherrats des Deutschen Fotorats, erwartet.
Ob er FDJ-Veranstaltungen fotografierte, eine zufällige Begegnung am Rande des Berliner Alexanderplatzes oder aus Vietnam oder Kuba berichtete: Die Bilder von Thomas Billhardt – er starb 2025 – dokumentieren eine Welt in Bewegung.
„Die Augen weit offen“ zeigt zentrale Serien aus mehreren Jahrzehnten mit einem Fokus auf die Jahre 1959 bis 1972, die den Facettenreichtum seines Werks
Es soll Menschen geben, die nur deshalb auf Reisen gehen, um auf bestimmten Punkten stehend, Bilder aufzunehmen. Diese werden dann in einschlägigen Social-Media-Plattformen beifallsheischend gepostet. Die Bilder entstehen in Sekundenbruchteilen, dokumentieren aber, dass man da war. Das dürfte wohl der bisherige Endpunkt der Reisefotografie sein. Aber: Wie fing es an?
Das zeigt uns ein Gang in die Wiener Albertina, die sich den Anfängen des Reisefotografierens widmet. Die Ausstellung Die Welt im Fokus widmet sich der Reisefotografie ab der Mitte des 19. Jahrhunderts, als die Fotografie zur Abbildung der Welt zunehmend eingesetzt wurde: Fotografien überzeugten durch Präzision, Detailreichtum und die Möglichkeit ihrer Vervielfältigung.
Aber schon damals galt: Fotografieren veränderte das Reisen: Im Vergleich zu den damals üblichen mitreisenden Zeichnern beschleunigte sich zudem die Arbeit vor Ort. Die Verweildauer des mobilen Menschen konnte sinken.
Das Neueste zuerst: Der Preis wird im Jahr 2026 erstmals mit 3.000 Euro dotiert und versteht sich als Förderpreis, auch für Projekte, die noch im Entstehen sind. Der DGPh Bildungspreis wird fortan alle zwei Jahre vergeben.
Gefragt sind innovative und nachhaltige Projekte, die Fotografie als Sprache nutzen und in die Gesellschaft hineinwirken. Dazu zählen kultur- und museumspädagogische Initiativen, in denen Fotografie thematisiert oder eingesetzt wird, ebenso mediale Bildungsangebote zur Fotografie sowie schulische und außerschulische Aktivitäten oder innovative Projekte der Hochschulen.
Französische Zeitungen formieren sich zu einer Front gegen Googles „AI Overviews“. Rund 300 Medien reichten bei der französischen Wettbewerbsbehörde Beschwerde gegen den US-Konzern Google ein. Der Prostest richtet sich gegen den – im Gegensatz zu Deutschland – erst vor kurzem eingeführten Dienst, der KI-gestützte Zusammenfassungen offeriert. Die Zeitungen fürchten um den Traffic auf ihrern eigenen Internet-Angeboten und verlangen eine angemessene
Pflanzen, die im pfälzischen Pirmasens und seiner Umgebung wachsen, sind die Motive der Bilder, die Fotograf Steffen Diemer gemeinsam mit Inessa Siebert in der Ausstellung „Die Stille in dir“ im Pirmasenser Kulturzentrum Forum Alte Post zeigt.
Die Fotografien, die Steffen Diemer mit der historischen Aufnahmetechnik der Ambrotypie erstellt hat, sollen einen Blick – so die Aussteller – „in die Seele der Stadt ermöglichen“. Diese werden durch thematisch verwandte Werke von Inessa Siebert begleitet.
Wer sich mit dem schönen Titel Weather Photographer of the Year 2026 der Royal Meteorological Society schmücken möchte, hat nur noch wenige Tage Zeit: Der Einsendeschluss endet am 20. August 2026. ZU gewinnen gibt es 1.500 britische Phund, die Teilnahme ist frei. Infos
Bild: Drzewo Słońca na Polu Snów, Krzysztof Tollas
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