
Die Leica Galerie Düsseldorf präsentiert die Ausstellung „Werner Bischof – Zwischen Farbe und Schwarzweiß“, die das Schaffen des Schweizer Magnum Fotografen Werner Bischof (1916–1954) beleuchtet. Bischof, bekannt für seine Schwarzweißaufnahmen, setzte sich überraschend früh auch mit dem Medium Farbe auseinander – bereits 1938 entstanden erste Aufnahmen. Diese bislang wenig bekannten Farbaufnahmen sind ein bemerkenswerter Fund und belegen, dass Farbe für Bischof von Beginn an mehr war als ein technisches Experiment – sie war ein bewusst gewähltes Ausdrucksmittel.
Die Ausstellung zeigt eine Auswahl dieser seltenen Farbfotografien, die Bischofs Gespür für Komposition und Farbe unterstreichen. Gleichzeitig werden seine berühmten Schwarzweißbilder präsentiert, darunter das ikonische Foto der Shintopriester im verschneiten Meiji-Tempel in Japan und das der Pinguine, die einen Spaziergang durch Edinburgh machen.
Werner Bischof, geboren 1916 in Zürich, war Mitglied von Magnum Photos. Nach seinem Studium bei Hans Finsler in Zürich arbeitete er zunächst als Werbe- und Ausstellungsfotograf. Ab 1945 dokumentierte er die Nachkriegszeit in Europa und später das Leben in Asien und Südamerika. Seine Arbeiten erschienen in internationalen Magazinen wie Life und Du und prägen bis heute das Bildgedächtnis des 20. Jahrhunderts. Bischof verunglückte 1954 im Alter von nur 38 Jahren in den Anden. Sein Nachlass wird von seiner Familie bis heute bewahrt.
Die Ausstellung ist vom 8. Mai 2026 bis 22. August 2026 in der Leica Galerie Düsseldorf in der Königsallee 60 zu sehen.
Bild oben: Modell mit Stoff, Zurich, Schweiz, 1939 © Werner Bischof Estate Magnum Photos
Bild unten: Im Innenhof des Meiji-Tempel, 1951, © Werner Bischof Estate Magnum Photos
