
Es sind sozusagen zwei Meldungen in einer: Die ullstein bild collection und die Stiftung Exilmuseum in Berlin gehen eine neue Partnerschaft ein. Sowohl das Museum als auch die Agentur begründen diesen Schritt mit der Nähe beider, bedingt durch die Geschichte des 20. Jahrhunderts. Denn auch der Ullsteinverlag hat in seiner Firmenhistorie die Situation des Exils durchlebt: Mit dem aufkommenden Nationalsozialismus und dem Bruch im Jahr 1933 beginnen für die Familie Ullstein, zahlreiche Mitarbeiter wie auch Fotografen des Unternehmens Zeiten der Flucht. Dieses Exil der Menschen, die viele Jahre in Berlin gelebt und gearbeitet haben, schreibt seine eigenen, neuen Geschichten. „Verlust und Neubeginn, Ungewissheit und Aufbruch, Verfolgung und Überleben“ sind Themen in denen sich gleichermaßen die Stiftung und ullstein bild begegnen.
Ihren ersten Niederschlag findet die Kooperation in der Ausstellung „Von hier aus“. Seit dem 2. Oktober 2026 ist im Exilmuseum eine Schau zu sehen, in der sich das Museum mit dem eigenen Standort in der Fasanenstraße auseinandersetzt. Unter dem Titel „Von hier aus. Geschichten des Exils aus der Fasanenstraße“ macht es die Geschichte der historischen Stadtvilla und seiner unmittelbaren Umgebung zum Ausgangspunkt für die Auseinandersetzung mit Verfolgung, Flucht und Exil.