Die Deutsche Gesellschaft für Photographie (DGPh) zeichnet den New Yorker Galeristen, Fotografieexperten und Sammler Howard Greenberg sowie die belgische Sammlerin, Philanthropin und Gründerin der A Foundation, Astrid Ullens de Schooten Whettnall, mit dem erstmals vergebenen Gruber Award aus.
Der Preis geht auf eine Initiative von Thomas Gerwers, Vorsitzender der DGPh-Sektion Kunst, Markt und Recht, zurück. Anlässlich ihres 25-jährigen Bestehens richtet die Sektion damit erstmals in der 75-jährigen Geschichte der DGPh den Blick gezielt auf den Fotokunstmarkt und auf jene Persönlichkeiten, die zwischen künstlerischer Produktion, Markt, Sammlung, Institutionen und Öffentlichkeit vermitteln.
Howard Greenberg, geboren 1948, zählt seit mehr als vier Jahrzehnten zu den international prägenden Händlern und Vermittlern der Fotografie. Nach einer Tätigkeit als Fotojournalist gründete er 1977 das Center for Photography at Woodstock und 1981 die Howard Greenberg Gallery in New York. Die Galerie gilt heute als eine der führenden Adressen für klassische und moderne Fotografie. Greenbergs Arbeit trug wesentlich dazu bei, Fotografie im internationalen Kunstmarkt, in Museumssammlungen und in der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Medium zu etablieren.
Astrid Ullens de Schooten Whettnall hat über vier Jahrzehnte eine der führenden privaten Fotosammlungen Belgiens aufgebaut. Ihr besonderes Interesse gilt den sozialen, historischen und menschlichen Dimensionen der Fotografie. Ihre Sammlung umfasst rund 6.000 Arbeiten und zeichnet sich durch den Erwerb vollständiger Serien und Werkgruppen aus.
2012 gründete sie in Brüssel die gemeinnützige A Foundation, ein Zentrum für dokumentarische und zeitgenössische Fotografie. Die Stiftung verbindet Ausstellungen und Publikationen mit öffentlichen Programmen, Künstlergesprächen und einer umfangreichen Bildungsarbeit mit jungen Menschen.
Die Verleihung des ersten Gruber Award findet am Freitag, 13. November 2026, während der Paris Photo Week statt.