Berlin: Graciela Iturbide . Eyes to Fly With

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C/O Berlin präsentiert vom 7. Februar bis 10. Juni 2026 die Ausstellung Graciela Iturbide . Eyes to Fly With. Die Veranstalter nennen sie „die erste große Retrospektive von Graciela Iturbide (*1942,Mexiko) in Berlin“. In enger Zusammenarbeit mit der Fotografin entwickelt, zeigt die Ausstellung ikonische Serien ebenso wie bislang selten oder nie präsentierte Aufnahmen und zeichnet so die Entwicklung einer Künstlerin nach, die über fünf Jahrzehnte hinweg das Bild des Landes und seiner Menschen nachhaltig mitgeprägt hat.

Ein zentrales Thema der Ausstellung ist die Darstellung von Frauen und ihrer gesellschaftlichen Rolle. In ihrer Serie Juchitán de las Mujeres über die Zapoteken in Juchitán, Oaxaca, zeigt Iturbide eine soziale Struktur, in der Frauen bedeutende wirtschaftliche und öffentliche Positionen einnehmen und damit Geschlechterstereotype herausfordern.

Weitere Werkgruppen führen in andere Regionen und gesellschaftliche Kontexte: In den 1970er- und 1980er-Jahren fotografierte Iturbide die nomadische Gemeinschaft der Seri im Nordwesten Mexikos in ihrem Alltag. Die Serie zeigt die Vielschichtigkeit mexikanischer Kultur, in der präkoloniale und koloniale Kontinuitäten bis heute fortwirken.

In den 1980er-Jahren porträtierte Iturbide zudem den Alltag der sogenannten Cholos und Cholas, einer mexikanisch-amerikanischen Subkultur, die sich unteranderem in East Los Angeles entwickelt hat. Aus diesen Begegnungen entstand das Langzeitprojekt White Fence, das sie über mehr als drei Jahrzehnte hinweg fortführte.

Für ihr Werk wurde Graciela Iturbide vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem mit dem W. Eugene Smith Grant (1987), der Guggenheim Fellowship (1988) sowie dem Hasselblad Award (2008). Die Fotografin lebt und arbeitet heute in Mexiko City.

Zu sehen in der C/O Berlin Foundation, Amerika Haus . Hardenbergstraße 22–24 . 10623 Berlin

Bild oben: Mujer ángel, Sonora-Wüste, 1979
Bild unten: Novia muerte, Chalma, Mexiko, 1990

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