
Im Rahmen von FOTO WIEN zeigt die AnzenbergerGallery eine Retrospektive des österreichischen Fotografen Fritz Simak. Noch keine 20 Jahre alt, hat Simak ab 1972 radikale fotografische Werke geschaffen, die ihn zu einem Pionier der konzeptuellen Fotografie machen. Dafür „gebührt ihm ein zentraler Platz in dieser Epoche“ (Peter Weibel). Die Motive hat er in seinem Lebensumfeld gefunden, in der ländlichen Umgebung seiner Kindheit, in Wiener Cafés, in der Architektur und in der Kunst, im damals alltäglichen Flimmern des Fernsehers. Die vielteiligen komplexen Tableaus „Doppler“ und „Testbild“ (beide 1973) gelten schon seit langem als wegweisend, blieben aber zur Zeit ihrer Entstehung unveröffentlicht.[readmore]
„Simaks eigentliches Arbeitsmaterial ist aber nicht die Wirklichkeit, die der fotografische Apparat abbildet, sondern das Licht, aus dem er die Bilder destilliert. Seine Licht-Bilder erzählen von seiner Beziehung zur Welt, die uns neue Zugänge zu ihr eröffnet“, so die Wiener Galeristin Regina Anzenberger, in deren Räumen der AnzenbergerGallery in der Brotfabrik Wien, Absberggasse 27, 1100 Wien die Ausstellung vom 25. September bis 21. November 2025 läuft.