Was genau ist ein Vintage Print, worin unterscheidet sich ein Lifetime Print von einem Estate Print, was bedeutet A.P. innerhalb einer Edition – und wie lassen sich Begriffe wie Archival Pigment Print, Blockchain-Provenienz oder KI-unterstützte Photographie für den Kunstmarkt sinnvoll einordnen?
Mit dem neuen Glossar „Photographie sammeln“ legt die Sektion Kunst, Markt und Recht der Deutschen Gesellschaft für Photographie auf Initiative von Simone Klein eine aktualisierte Orientierungshilfe für Sammler, Künstler, Galerien, Museen und alle vor, die professionell mit photographischen Werken umgehen. Die Publikation umfasst 118 Begriffe in deutscher und englischer Sprache und steht allen Interessierten als PDF auf der Website der DGPh gratis zur Verfügung.
Das Glossar versteht sich dabei ausdrücklich nicht als akademisch erschöpfendes Lexikon. Seine Definitionen sollen vielmehr beim Betrachten, Kaufen, Dokumentieren und Bewahren photographischer Werke praktisch nutzbar sein. Gerade im Kunstmarkt können scheinbar eindeutige Begriffe unterschiedliche Dinge bezeichnen. So sind Bezeichnungen wie „Vintage“, „archival“, „Fine Art Print“, „C-Print“ oder „unique“ weder durchgängig normiert noch für sich genommen ausreichend, um ein Werk präzise zu beschreiben. Das Glossar setzt deshalb stärker auf nachvollziehbare Angaben zu Herstellung, Datierung, Edition, Provenienz und Erhaltungszustand.