Die Stiftung F.C. Gundlach hat den fotografischen Vorlass von Henrik Spohler übernommen. Der Fotograf thematisiert in seinen Fotoserien seit Beginn des Millenniums die Folgen der modernen wirtschaftlichen Globalisierung. Mit diesem Schritt erweitert die Stiftung F.C. Gundlach ihr Archivcluster „Von Reportage und Journalismus zur konzeptuellen Fotoserie“ um eine weitere zeitgenössische Position. Der Vorlass umfasst viele hundert Abzüge, Negative, Diapositive und digitale Bilddaten, die bereits auf der neuen Website der Stiftung zugänglich sind. Der heute in Berlin lebende Fotograf begann im Jahr 2000 die moderne wirtschaftliche Globalisierung und ihre Auswirkungen auf Gesellschaft und Umwelt in seinen Fotografien zu untersuchen. Er erarbeitete einen Zyklus umfangreicher fotografischer Langzeitstudien. Sie behandeln die technischen Infrastrukturen eines neu entstehenden Informationszeitalters, die veränderte Arbeitswelt in der zunehmend automatisierten Industrieproduktion, die Folgen industrieller Landwirtschaft, die Knotenpunkte des weltweiten Handels und die Grundlagenforschung als Motor für zukünftigen Fortschritt. Henrik Spohler (*1965) studierte an der Folkwang Schule/Hochschule in Essen und arbeitet seit 1992 als freischaffender Fotograf. Für seine Arbeiten erhielt er zahlreiche Auszeichnungen; seine Werke befinden sich in öffentlichen und privaten Sammlungen. Seit 2009 ist Henrik Spohler Professor an der HTW (Hochschule für Technik und Wirtschaft) in Berlin und lehrt Fotografie im Studiengang Kommunikationsdesign. Bild oben: Ohne Titel, aus der Serie „Tomorrow Is the Question“, 2023–2025. © Henrik Spohler
Bild unten: Radioteleskope vor der chilenischen Chajnantor-Hochebene, aus der Serie „Hypothesis“, Chile 2017–2019. © Henrik Spohler