{"id":8097,"date":"2025-04-22T09:12:00","date_gmt":"2025-04-22T09:12:00","guid":{"rendered":""},"modified":"2026-05-18T19:19:30","modified_gmt":"2026-05-18T19:19:30","slug":"wie-wichtig-ist-ki-im-bildmarkt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pictorial-online.com\/?p=8097","title":{"rendered":"Wie wichtig ist KI im Bildmarkt?"},"content":{"rendered":"<p>Teil 2: KI und Bildpublizistik<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/pictorial-online.com\/wp-content\/uploads\/woltlab_images\/woltlab_14220.jpg\" alt=\"Blog-Foto\" \/><\/p>\n<p><em>Die Chancen und Risiken des Einsatzes K\u00fcnstlicher Intelligenz werden zum Teil ja sehr emotional diskutiert. Wie bewerten aber diejenigen, die t\u00e4glich Bilder nutzen und publizieren, die Optionen der KI? Wie gehen diejenigen, die in Deutschland Bilder ver\u00f6ffentlichen, in ihrem bildredaktionellen Alltag damit um?<\/em><\/p>\n<p><em>In ihrem ersten Gespr\u00e4ch diskutierten Prof. Lars Bauernschmitt (Leiter der Arbeitsgruppe image market \u2013 business trends am Studiengang Visual Journalism and Documentary Photography der Hochschule Hannover) und Dr. Stefan Hartmann (Pictorial) Fragen rund um KI auf der Seite der Bildproduzenten- und Agenturseite. Aber Prof. Bauernschmitt hat parallel eine zweite Studie erstellt und in Zusammenarbeit mit der dpa-Tochter Picture-Alliance die Nutzerseite der Bilderbranche untersucht. <\/em><\/p>\n<p><em>Sein zweiter Bericht beschreibt die Ergebnisse einer im Februar 2025 unter Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Bildredaktionen von Zeitungen und Zeitschriften, PR- und Werbeagenturen sowie von Vereinen und Verb\u00e4nden durchgef\u00fchrten Erhebung bezogen auf Entwicklungen des Einsatzes K\u00fcnstlicher Intelligenz im Bildbereich im Jahr 2024.<\/em><\/p>\n<p><strong>Herr Prof. Bauernschmitt, auf der Seite der Bildanbieter hatten wir in Bezug auf die generative KI-Bildproduktion eine deutliche Zur\u00fcckhaltung bemerkt. Der Anteil KI-generierter Bilder bei jenen deutschen Agenturen, die derartige Motive anbieten, liegt gerade mal bei 1,8 Prozent des Gesamtbestandes. Die analoge Frage: Wie sieht die Nachfrage aus?<\/strong><\/p>\n<p>An unserer Erhebung beteiligten sich Kundinnen und Kunden der dpa Picture-Alliance aus allen Bereichen, in denen Bilder publiziert werden. Es beteiligten sich Bildeink\u00e4uferinnen und -eink\u00e4ufer aus PR, Werbung und Journalismus. Bei der Betrachtung unserer Erhebung zum Einsatz von KI-generierten Bildern sollte man das mitdenken. In PR, Werbung und Kunst geht es ja nicht prim\u00e4r darum, Fakten zu vermitteln und visualisierte Beweise f\u00fcr etwas zu liefern, sondern sehr oft eher darum, Tr\u00e4ume, Gef\u00fchle oder Haltungen zu kommunizieren. Dort k\u00f6nnen gut auch KI-generierte Bilder eingesetzt werden. Im Journalismus sieht das anders aus. Da belegen Fotos regelm\u00e4\u00dfig die Richtigkeit des Geschriebenen. Das k\u00f6nnen KI-generierte Bilder nicht. Wir haben in unseren Auswertungen deshalb neben der Gesamtkohorte immer auch einen Blick auf die Gruppe der journalistischen Medien geworfen und in unserem Ergebnisbericht separat ausgewiesen. Bezogen auf alle Medien publizieren die an der Erhebung Beteiligten mit 48 Prozent KI-generierte Bilder nur dort signifikant h\u00e4ufig, wo symbolische Illustrationen gezeigt werden sollen. Zu gesellschaftspolitischen Themenfeldern mit m\u00f6glicherweise sozialer Brisanz publizieren dagegen weniger als zwanzig Prozent der an der Erhebung beteiligten Medien KI-generiertes Bildmaterial, so im Bereich History 9,2 Prozent. Bei News sind es nur noch 6,1 Prozent. Soweit die an der Erhebung beteiligten journalistischen Medien \u00fcberhaupt KI-generierte Bilder ver\u00f6ffentlichen, geschieht das vor allem dann, wenn das Thema K\u00fcnstliche Intelligenz selbst visualisiert werden soll. Da sind es immerhin 50,0 Prozent der Befragten, die KI-generierte Bilder einsetzen. KI-generierte Bilder werden in Zeitungen, Zeitschriften und journalistischen Onlinemedien sonst nur in Themenfeldern eingesetzt, in denen mit symbolischen Illustrationen gearbeitet wird, hier sind es 38,9 Prozent. Ein Drittel der Befragten nutzt die M\u00f6glichkeit des Einsatzes KI-generierter Bilder dort, wo die behandelten Sachverhalte nur schwer oder gar nicht fotografierbar sind, wie im Bereich der Wissenschaft.<\/p>\n<p><strong>An Ihrer Befragung beteiligten sich 227 Bildverwender, die f\u00fcr 727 Medien t\u00e4tig sind. Sie alle sind Kunden der dpa Picture-Alliance. Damit haben Sie ja ein relativ weites Feld an unterschiedlichen Bildnutzern abgedeckt, eine deutlich weitgefasste heterogene Gruppe, die Vergleiche erm\u00f6glicht. In welchen Segmenten der Publizistik werden KI-generierte Motive am meisten nachgefragt und eingesetzt? Wo sind da die Peaks?<\/strong><\/p>\n<p>Interessanterweise gibt es zwischen den Bereichen gar nicht so gro\u00dfe Unterschiede bez\u00fcglich des Einsatzes von KI-generierten Bildern. Erwartungsgem\u00e4\u00df planen mit 53,8 Prozent die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter journalistischer Publikationen keinen Einsatz KI-generierter Bilder. Im Bereich der Werbung sind das aber immerhin auch noch 41,1 Prozent.<\/p>\n<p><strong>Und wo herrscht der h\u00f6chste Grad an Skepsis gegen\u00fcber diesen Bildern? Man mag sich intuitiv vorstellen, dass dies der journalistisch-bilddokumentarische Bereich ist. Spiegeln Ihre Zahlen das wider?<\/strong><\/p>\n<p>Ich habe das Gef\u00fchl, dass die Begeisterung f\u00fcr KI-generierte Bilder sich in allen Bereichen noch in Grenzen h\u00e4lt. Nat\u00fcrlich sind die M\u00f6glichkeiten generativer KI faszinierend, die Diskussion um Fake-Bilder und die offensichtlichen Fehler in den KI-generierten Bildern machen es aber im Moment nicht m\u00f6glich, sofort die meisten Fotos durch KI-generierte Bilder zu ersetzen. Wenn KI-generierte Bilder eingesetzt werden sollen, planen die Befragten das vor allem dort, wo sonst Stockbilder verwendet werden, oder eben das Thema K\u00fcnstliche Intelligenz visualisiert werden soll. Wenn man also nach Begeisterung fragt, muss man das eher bezogen auf die behandelten Themen als die Ver\u00f6ffentlichungszwecke tun.<\/p>\n<p><strong>Verlassen wir kurz die Gegenwart, sprechen wir \u00fcber die Zukunftsprognosen der Bildk\u00e4ufer: Ein Teil der Redakteure, die heute keine KI-Motive einsetzen, k\u00f6nnte sich das aber f\u00fcr die Zukunft vorstellen. Bedeutet das: heute noch keine KI, aber bald?<\/strong><\/p>\n<p>Das kommt darauf an, in welcher Funktion Bilder publiziert werden. Wo Bilder im Journalismus als Beweise f\u00fcr die Richtigkeit einer Information oder einer Meldung funktionieren, haben KI-generierte Bilder weder heute noch in Zukunft etwas zu suchen. Da aber, wo im Moment noch Stockfotos gezeigt werden, ist damit zu rechnen, dass immer \u00f6fter KI-generierte Bilder ver\u00f6ffentlicht werden.<\/p>\n<p><strong>Es gibt ja zwei M\u00f6glichkeiten, an KI-Bilder f\u00fcr die Publikation zu kommen: Kaufen oder einfach selber machen! Haben Sie Informationen dar\u00fcber, wie das mengenm\u00e4\u00dfige Verh\u00e4ltnis von lizenzierten, fertig bezogenen Motiven zu \u201eEigenkreationen\u201c der Medien ist? K\u00f6nnte sich diese Relation k\u00fcnftig deutlich in Richtung Do-it-yourself verschieben?<\/strong><\/p>\n<p>Wir denken, dass das Vertrauen in KI-Tools erst noch wachsen muss. Es ist so, dass mit 53,8 Prozent etwas mehr als die H\u00e4lfte der Befragten den zuk\u00fcnftigen Einsatz KI-generierter Bilder noch ablehnt. St\u00e4rker ausgepr\u00e4gt ist diese Haltung bei den Befragten, die ausschlie\u00dflich f\u00fcr journalistische Medien arbeiten, von denen zwei Drittel nicht planen, zuk\u00fcnftig KI-generierte Bilder zu nutzen. Obwohl eine knappe Mehrheit aller Befragten nicht plant, KI-generierte Bilder zu nutzen, denken 51,3 Prozent, also eine fast genauso gro\u00dfe Gruppe der Befragten daran, zuk\u00fcnftig selbst Bilder mittels KI zu generieren. Anders sehen das die Befragten, die f\u00fcr eine journalistische Publikation t\u00e4tig sind. Sie planen das mit 58,7 Prozent mehrheitlich nicht. Es scheint, dass die Befragten, wenn sie denn dar\u00fcber nachdenken, KI-generierte Bilder einzusetzen, wissen wollen, wie und unter welchen Umst\u00e4nden diese erstellt wurden.<\/p>\n<p>Unabh\u00e4ngig davon stellt sich aber die Frage, ob das Selbergenerieren von Fotos wirtschaftlich ist. Wer einmal versucht hat, mittels eines KI-Tools ein Bild zu generieren, das auch nur halbwegs den eigenen Vorstellungen entspricht, wei\u00df, wie schwer das ist und wie lange das dauert. Da sollte man immer \u00fcberlegen, ob es nicht billiger ist, ein Bild in einer Agentur zu bestellen, statt es selber zu generieren. Das vor allem vor dem Hintergrund eines wachsenden Zeitdrucks in Redaktionen und Werbeagenturen.<\/p>\n<p><strong>Besonders pfiffig fand ich Ihre Frage 2.2 an die Bildredakteure: \u201eHaben Sie oder die Publikation(en), f\u00fcr die Sie antworten, schon einmal unbeabsichtigt KI-generierte Bilder ver\u00f6ffentlicht?\u201c Was kam dabei heraus? Err\u00f6ten?<\/strong><\/p>\n<p>Unsere Erhebung zeigt eine gro\u00dfe Zur\u00fcckhaltung bez\u00fcglich des Einsatzes KI-generierter Bilder bei den f\u00fcr die Bildauswahl Verantwortlichen. Auch wenn es zwischen den Bereichen Journalismus, Public Relations, Werbung mehr oder weniger gro\u00dfe Unterschiede in der Bereitschaft gibt, KI-generierte Bilder einzusetzen, sehen wir keinen Bereich, wo nach Meinung der Befragten absehbar weit \u00fcberwiegend KI-generierte Bilder publiziert werden sollen. Gleichzeitig wissen wir aber, dass viele Kreative mit der Technik experimentieren und entsprechende Bilder anbieten. Wir m\u00fcssen aber immer bedenken, dass es zurzeit keine allgemein definierten und zwischen den Beteiligten vereinbarten Regeln f\u00fcr die Kennzeichnung dieser Bilder gibt \u2013 deshalb sind die KI-generierten Bilder bei der Recherche nicht immer sicher zu identifizieren. Ich kann zwar KI-generierte Bilder suchen, es ist aber nicht immer m\u00f6glich, sie bei der Suche auszuschlie\u00dfen, wenn sie nicht entsprechend gekennzeichnet sind. Deshalb kann es passieren, dass KI-generierte Bilder einfach durchrutschen, vor allem, wenn es im Alltag hektisch ist und kurz vor Redaktionsschluss noch schnell ein Bild gesucht wird. Tats\u00e4chlich aber gab es einen konkreten Aufh\u00e4nger f\u00fcr die Frage, denn ich hatte zuf\u00e4llig von solch einer Ver\u00f6ffentlichung in der F.A.Z. erfahren.<\/p>\n<p>In der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung erschien am 7. April 2024 in einem Beitrag \u00fcber die Asiatische Tigerm\u00fccke ein KI-generiertes Bild, das ein Tier zeigte, dass zwar einige \u00c4hnlichkeiten mit einer Tigerm\u00fccke aufwies, aber eben keine war. Wer sich mit der Tigerm\u00fccke etwas auskennt, hat auch sofort die ganzen Fehler in dem Bild erkannt. Heinz Krimmer, der sich sowohl im Bildermarkt als auch in der Biologie auskennt, hat mich auf folgende Fehler hingewiesen: So ist der Stechr\u00fcssel zu dick, die Haltung der hinteren Beine falsch, denn sie sind beim Stechen in die Luft gerichtet, au\u00dferdem sind die Beine der KI-M\u00fccke nahezu einfarbig schwarz, w\u00e4hrend die schwarzen Beine von Stechm\u00fccken in der Natur \u00fcber mehrere wei\u00dfe Ringe verf\u00fcgen. Daneben sind die Haare auf den F\u00fchlern der KI-Stechm\u00fccke zu dick. Dar\u00fcber hinaus besitzt die KI-Stechm\u00fccke am Kopf ein Horn, das bei Stechm\u00fccken in der Natur nicht vorzufinden ist. Die Frankfurter Allgemeine leistet sich eine sehr gute und sorgf\u00e4ltig arbeitende Bildredaktion, und trotzdem erschien das Bild \u2013 das in dem Beitrag nie h\u00e4tte ver\u00f6ffentlicht werden sollen. Es\twar einfach eine Unachtsamkeit, die auch in allen anderen Medien\tgenauso immer wieder passieren kann, solange es keine definierten\tFelder zur Kennzeichnung KI-generierter Bilder gibt, die dann auch\tausgef\u00fcllt und ausgelesen werden. Solange die Kennzeichnung\tKI-generierter Bilder ein Suchspiel ist, kann und wird so etwas\tpassieren.<\/p>\n<p>\nABBILDUNG: [xattach=14219]F-A-S 07.04.2024[\/xattach]<\/p>\n<p>\nBezogen auf alle Medien gab die gro\u00dfe Mehrheit der Teilnehmenden, genau waren es 81,4 Prozent an, bisher nicht unbeabsichtigt KI-generierte Bilder ver\u00f6ffentlicht zu haben. Etwas gr\u00f6\u00dfer ist diese Zahl sogar noch bezogen nur auf journalistische Publikationen, wo der Anteil bei 84,4 Prozent lag. Hoffen wir mal, dass die Zahl stimmt und tats\u00e4chlich so selten ungewollt KI-generierte Bilder durch die Kontrollen rutschen.<\/p>\n<p><strong>Wer braucht \u00fcberhaupt KI-generierte Bilder? Wo kann der Einsatz sinnvoll sein? Und wo sind diese Bilder vielleicht sogar eine Gefahr?<\/strong><\/p>\n<p>Wenn wir noch einmal auf die Tigerm\u00fccke sehen, stellt sich die Frage, wozu dieses Bild \u00fcberhaupt erstellt wurde. Es gibt das Tier und man kann es, wenn auch unter Schwierigkeiten fotografieren. Wenn ich also zeigen will, wie das Tier aussieht, muss ich eine Fotografie ver\u00f6ffentlichen. Dasselbe gilt f\u00fcr historische Ereignisse. Es kann nicht sein, dass unser Bild von der Geschichte manipuliert wird, durch Bilder, die scheinbar Dokumente sind, in Wirklichkeit aber frei erfunden und am Rechner entstanden sind, oder sogar bewusst Situationen oder Sachverhalte manipulieren. Auf der anderen Seite gibt es Themen, die journalistisch behandelt werden, aber nicht fotografiert wurden, vielleicht auch, weil sie nicht fotografiert werden sollten. Hier KI-generierte Bilder einzusetzen, die den Inhalt visualisieren und erkennbar nicht fotografiert sind, finde ich sinnvoll. Das geht dann unter Umst\u00e4nden in den Bereich der Graphic Novel, w\u00e4re aus meiner Sicht jedoch eine w\u00fcnschenswerte Ausweitung des Spektrums der im Journalismus publizierten Bildsprachen. Diese Art Illustrationen sind aus meiner Sicht auf jeden Fall besser als die immer wieder auch in Zeitungen, Zeitschriften und Onlinemedien ver\u00f6ffentlichten Stockbilder \u2013 die zwar fotografiert sind, mit der Wirklichkeit aber wenig zu tun haben \u2013 und oft optisch auch nicht wirklich spannend sind.<\/p>\n<p><strong>Bisher haben wir ja weitgehend nur \u00fcber das \u2013 in meinen Augen eben interessantere &#8211; Feld der kreierten, KI-erzeugten Bilder gesprochen. Aber der Aspekt der Bildgeneration ist ja nur ein Teil des Einsatzes von k\u00fcnstlicher Intelligenz in den Unternehmen. Wie sieht es mit der Nutzung von KI-Tools in anderen Bereichen aus? In der Redaktion, der Bildbearbeitung, der Dokumentation? Hat die k\u00fcnstliche Intelligenz da bereits breiteren Einzug gehalten? <\/strong><\/p>\n<p>Ja. KI-Tools sind in Redaktionen, Verlagen und Werbeagenturen angekommen. Lediglich ein Viertel um genau zu sein 25,1 Prozent der Befragten nutzt keine KI-Tools. Befragte, die KI-Tools verwenden, nutzen im Schnitt 2,7 Werkzeuge. Unter denjenigen, die in journalistischen Publikationen t\u00e4tig sind waren das mit 2,4 nur geringf\u00fcgig weniger. Mit 48,0 Prozent setzt aber fast die H\u00e4lfte entsprechende Werkzeuge zur Bildbearbeitung ein. 29,6 Prozent der Befragten nutzt KI-Tools zur Recherche, 28,3 Prozent zur redaktionellen Texterstellung und 26,5 Prozent zur Generation von Bildern. F\u00fcr den Kundensupport und die Generierung von Bildern durch Kundinnen und Kunden spielen KI-Tools mit nur 1,8 Prozent dagegen keine gro\u00dfe Rolle. So wie wir das sehen, werden diese Tools eingesetzt, um Abl\u00e4ufe zu vereinfachen, und dort wo die Ergebnisse kontrolliert und korrigiert werden k\u00f6nnen, wenn sie sich als fehlerhaft erweisen.<\/p>\n<p><strong>Da wir hier ja nicht \u00fcber die gesamte F\u00fclle der Fragen und Antworten reden k\u00f6nnen: Wird Ihre Studie ver\u00f6ffentlicht werden und frei zug\u00e4nglich sein? <\/strong><\/p>\n<p>Die Picture-Alliance gestaltet die Studienergebnisse gerade optisch etwas ansprechender als ich das immer tue (lacht) und wird sie dann allen Interessierten zur Verf\u00fcgung stellen. An der Stelle noch einmal mein Dank an Andreas Genz, der diese wichtige Untersuchung erm\u00f6glicht hat.<\/p>\n<p><strong>Und wie geht es jetzt weiter? Sind nun alle Fragen gekl\u00e4rt? Wissen wir endlich alles \u00fcber den Bildermarkt?<\/strong><\/p>\n<p>Das auf gar keinen Fall. Wir leben in einer extrem spannenden Zeit und erleben st\u00e4ndig Ver\u00e4nderungen, die wir dokumentieren und untersuchen m\u00fcssen. Journalismus im Allgemeinen und Bildjournalismus im Speziellen sind viel zu wichtig, um sie nicht st\u00e4ndig zu betrachten und die Entwicklungen zu beschreiben. Wir werden deshalb auf jeden Fall weitermachen mit unseren Untersuchungen, w\u00fcrden uns aber nat\u00fcrlich freuen, wenn es hier zu einer noch engeren Zusammenarbeit insbesondere mit den Interessenvertretungen der Bildjournalistinnen und Bildjournalisten k\u00e4me, um auch endlich einmal wieder die Situation der Fotografinnen und Fotografen in einer Zeit des Strukturwandels zu untersuchen.<\/p>\n<p><strong>Vielen Dank. Dann werden wir die Reihe unserer Gespr\u00e4che ja vermutlich fortsetzen.<\/strong><\/p>\n<p>Das hoffe ich. Auch Ihnen herzlichen Dank.<\/p>\n<p>\nBild: Lars Bauernschmitt pr\u00e4sentiert seine Studie auf dem PictaDay, dpa Picture-Alliance<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Teil 2: KI und Bildpublizistik<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/pictorial-online.com\/wp-content\/uploads\/woltlab_images\/woltlab_14220.jpg\" alt=\"Blog-Foto\" \/><\/p>\n<p>Die Chancen und Risiken des Einsatzes K\u00fcnstlicher Intelligenz werden zum Teil ja sehr emotional diskutiert. Wie bewerten aber diejenigen, die t\u00e4glich Bilder nutzen und publizieren, die Optionen der KI? Wie gehen diejenigen, die in Deutschland Bilder ver\u00f6ffentlichen, in ihrem bildredaktionellen Alltag damit um?<\/p>\n<p>In ihrem ersten Gespr\u00e4ch diskutierten Prof. Lars Bauernschmitt (Leiter der Arbeitsgruppe &#8230; <a title=\"Wie wichtig ist KI im Bildmarkt?\" class=\"read-more\" href=\"https:\/\/pictorial-online.com\/?p=8097\" aria-label=\"Mehr Informationen \u00fcber Wie wichtig ist KI im Bildmarkt?\">Weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":8500,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[7,5,4],"tags":[],"class_list":["post-8097","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-bildagentur","category-bildrecht","category-events"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/pictorial-online.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8097","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/pictorial-online.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/pictorial-online.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/pictorial-online.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/pictorial-online.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=8097"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/pictorial-online.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8097\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9663,"href":"https:\/\/pictorial-online.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8097\/revisions\/9663"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/pictorial-online.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/8500"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/pictorial-online.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=8097"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/pictorial-online.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=8097"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/pictorial-online.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=8097"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}