{"id":8084,"date":"2025-03-31T12:48:00","date_gmt":"2025-03-31T12:48:00","guid":{"rendered":""},"modified":"2026-05-18T19:19:30","modified_gmt":"2026-05-18T19:19:30","slug":"wie-wichtig-ist-ki-im-bildmarkt-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pictorial-online.com\/?p=8084","title":{"rendered":"Wie wichtig ist KI im Bildmarkt?"},"content":{"rendered":"<p><strong><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/pictorial-online.com\/wp-content\/uploads\/woltlab_images\/woltlab_14207.jpg\" alt=\"Blog-Foto\" \/><\/strong><br \/>\n<strong>Teil 1: Image Market \u2013 Business Trends 2025<\/strong><\/p>\n<p><strong>Seit sp\u00e4testens 2022 die K\u00fcnstliche Intelligenz im Bildbereich an Bedeutung gewann, weil M\u00f6glichkeiten zur Erstellung k\u00fcnstlich generierter Bilder frei verf\u00fcgbar wurden, bestimmt das Thema die \u00f6ffentliche Diskussion.<\/strong><br \/>\n<strong><\/strong><br \/>\n<strong>Eine Erhebung, die die Arbeitsgruppe \u201cimage market \u2013 business trends\u201d am Studiengang Visual Journalism and Documentary Photography der Hochschule Hannover unter Leitung von Prof. Lars Bauernschmitt zusammen mit dem BVPA durchf\u00fchrte, untersucht, wie und in welchem Umfang Bildagenturen in Deutschland K\u00fcnstliche Intelligenz einsetzen, und wie sie diese Technik aktuell mit Blick auf den redaktionellen Alltag bewerten.<\/strong><strong><\/strong><br \/>\n<strong><\/strong><br \/>\n<strong>Die Ergebnisse der Erhebung werden auf dem PICTAday am 03. April 2025 in Hamburg vorgestellt. Aber \u2013 nach alter Sitte \u2013 gibt es auch ein ausf\u00fchrlicheres Gespr\u00e4ch zwischen Prof. Lars Bauernschmitt und Pictorial, das Hintergr\u00fcnde aufzeigt und die Resultate einordnet und bewertet.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Mit Lars Bauernschmitt (Bild links) sprach Stefan Hartmann (Bild rechts). Das Foto stammt von Lennart Marian Woock<\/strong>.<\/p>\n<p>[list][*]<em>Bevor wir in die Studie selbst einsteigen, darf ich Ihnen, als Professor f\u00fcr Fotografie, eine auf den ersten Blick seltsame Frage stellen: Was ist eigentlich ein KI-Bild? Und wo gibt es m\u00f6glicherweise Diskussionsbedarf oder Zweifel bei der Zuordnung?<\/em>[readmore]<br \/>\n[\/list]<strong>Prof. Lars Bauernschmitt<\/strong>: Fotografien sind Bilder, die mittels Licht erzeugt werden, das auf eine lichtempfindliche Schicht f\u00e4llt. Um ganz genau zu sein, werden in der analogen Fotografie Silberhalogenide unter Einfluss der Belichtung und des anschlie\u00dfenden chemischen Prozesses in metallisches Silber reduziert, das dann schwarz erscheint. Bei digitalen Bildaufnahmetechniken werden Lichtwellen, die auf einen Sensor fallen, in digitale Signale gewandelt, die gespeichert, umgewandelt oder bearbeitet werden k\u00f6nnen. W\u00e4hrend bei beiden Verfahren Objekte abgebildet werden, die sich vor dem Aufnahmeger\u00e4t befinden, werden KI-generierte Bilder vollst\u00e4ndig am Rechner erzeugt.<\/p>\n<p>KI-generierte Bilder sind mittels einer Technologie erstellt, die Muster in gro\u00dfen Datens\u00e4tzen erkennt und auf dieser Grundlage neue Inhalte erstellt. W\u00e4hrend analog oder digital fotografierte Bilder zun\u00e4chst subjektive Interpretationen einer vorgefundenen oder inszenierten Situation sind, handelt es sich bei KI-generierten Bildern immer um Produkte eines technischen Prozesses, in dem Bilder mittels verbaler Steuerung dieser Technik erzeugt werden.<\/p>\n<p>Aber erlauben Sie mit noch eine Anmerkung zu meiner T\u00e4tigkeit. Fotografie steht schon lange nicht mehr im Mittelpunkt meiner Arbeit. Meine Lehr- und Forschungsgebiete sind das Visual Storytelling und die Entwicklung des Bildermarktes und der Publikationsbedingungen f\u00fcr Bilder. Der Lehrplan an unserem Studiengang Visual Journalism and Documentary Photography an der Hochschule Hannover, der ausdr\u00fccklich kein Fotografiestudiengang mehr ist, wurde seit zwanzig Jahren st\u00e4ndig den Entwicklungen der Medien im Allgemeinen und dem Bildjournalismus im Speziellen angepasst. Unser Lehrplan sieht heute v\u00f6llig anders aus als in den Anfangsjahren, als ich an die Hochschule kam. Entsprechend hat sich auch meine Arbeit ver\u00e4ndert.<\/p>\n<p>[list][*]<em>Ob Mittelpunkt oder nicht: Ich war mir sicher, Sie wissen trotzdem eine Antwort! Der Hintergrund meiner Bitte um Kl\u00e4rung ist nat\u00fcrlich auch die Frage nach der Auszeichnung, der Kenntlichmachung der KI-Bilder. Denn daf\u00fcr ist eine Einigung bei Fotografen, Agenturen und auch Kunden in dieser Frage ja elementar. Es wird in der Diskussion immer vorausgesetzt, wir alle w\u00fcssten ganz genau, um was es dabei geht.<\/em><br \/>\n[\/list]<strong>Prof. Lars Bauernschmitt<\/strong>: Eine m\u00f6glichst breite Verst\u00e4ndigung \u00fcber Regeln zum Umgang mit Bildern, und nicht nur denen die k\u00fcnstlich erzeugt wurden, ist nicht nur w\u00fcnschenswert, sondern zwingend notwendig. Es muss allen Interessierten m\u00f6glich sein, auf einfache Art und Weise festzustellen, ob ein Bild klassisch fotografiert wurde, oder ob es mittels K\u00fcnstlicher Intelligenz erzeugt wurde. Alle, die Bilder ver\u00f6ffentlichen, m\u00fcssen wissen, wie die Bilder entstanden sind, und den Entstehungsprozess gegen\u00fcber den Betrachtenden deutlich machen. Wichtig ist aber auch, allen an der Pr\u00fcfung Beteiligten ausreichend Zeit f\u00fcr die Pr\u00fcfung zu geben. Wenn aus Kostengr\u00fcnden Personal in Redaktionen abgebaut wird, das zur Pr\u00fcfung ben\u00f6tigt wird, gef\u00e4hrdet das auf jeden Fall bei den journalistischen Publikationen die Glaubw\u00fcrdigkeit und damit deren ganzes Gesch\u00e4ftsmodell. Dabei ist es egal, ob die Pr\u00fcfung wiederum mittels KI geschieht, oder andere Instrumente eingesetzt werden. Am Ende sollte ein Mensch entscheiden, ob und wie Bilder ver\u00f6ffentlicht werden, und welche Informationen die Betrachtenden dazu erhalten.<\/p>\n<p>[list][*]<em>Auff\u00e4llig ist \u2013 und darauf weisen Sie ja selbst explizit hin \u2013 eine vergleichsweise geringe Teilnehmerzahl im Vergleich zu fr\u00fcheren Bildmarkt-Studien. Was k\u00f6nnten da die Gr\u00fcnde sein?<\/em><br \/>\n[\/list]<strong>Prof. Lars Bauernschmitt<\/strong>: An unserer Erhebung unter den Bildanbieterinnen und Bildanbietern beteiligten sich 17 Unternehmen unterschiedlicher Gr\u00f6\u00dfe. Von denen gaben neun an Mitglied im BVPA zu sein, 6 erkl\u00e4rten in keinem Verband Mitglied zu sein. Zwei gaben Mitgliedschaften in Freelens bzw. in DJV und dju in verdi an. Das wirkt auf den ersten Blick sehr \u00fcberschaubar, spiegelt aber die Entwicklung der Bildbranche. Wir beobachten ja seit Jahren einen R\u00fcckgang der Zahl der Bildagenturen. Die Bilderbranche durchl\u00e4uft seit \u00fcber zwanzig Jahren einen Strukturwandel. Hatte der BVPA 2002 noch 120 Mitglieder davon 119 Bildagenturen, verringerte sich die Zahl im Zuge der Digitalisierung ganz kontinuierlich auf heute 58 Mitglieder, von denen nur noch 51 Bildagenturen sind. Damit haben sich aber in diesem Jahr fast 18 Prozent der BVPA-Mitglieder an unserer Untersuchung beteiligt. Das ist eine belastbare Basis. Bei der Gelegenheit m\u00f6chte ich mich aber auch bei allen Agenturen bedanken, die sich an der Erhebung beteiligt haben.<\/p>\n<p>[list][*]<em>Die KI wird derzeit sowohl in der Bilderbranche als auch in der \u00d6ffentlichkeit so aufgeregt und emotional diskutiert, dass ich bei der Lekt\u00fcre Ihrer Untersuchung wirklich sehr erstaunt war, dass weniger als 30 Prozent der teilnehmenden Agenturen \u00fcberhaupt nur KI-Bilder anbieten. Im Umkehrschluss: An mehr als 70 Prozent geht das Thema hierzulande vorbei.<\/em><br \/>\n[\/list]<strong>Prof. Bauernschmitt<\/strong>: Da muss ich Sie korrigieren. Das Thema geht an den Bildagenturen ganz und gar nicht vorbei, sondern besch\u00e4ftigt die Agenturen im Gegenteil ganz massiv. Wir m\u00fcssen aber unterscheiden, wozu K\u00fcnstliche Intelligenz eingesetzt wird. Zwar bieten nur wenige Agenturen KI-generierte Bilder an, aber nur drei Agenturen nutzen keine KI-Tools. Alle anderen gaben bez\u00fcglich der verwendeten Werkzeuge jedoch die Verwendung ganz unterschiedlicher Tools an, von denen fast die H\u00e4lfte (43,8 %) sogar drei oder mehr Tools verwendet. Dabei werden diese Tools jedoch vor allem f\u00fcr manuell zeitaufw\u00e4ndige, die Bilderstellung erg\u00e4nzende T\u00e4tigkeiten wie Bildbearbeitung, Bildbeschriftung\/Verschlagwortung und Recherche eingesetzt. Hierf\u00fcr nutzen mehr als ein Drittel der Befragten KI-Tools. Instrumente zur Erstellung von Bildern oder Texten setzen dagegen weniger als 20 Prozent der Befragten ein. Dabei wurde aber deutlich, dass die beteiligten Bildagenturen vor allem jene Tools nutzen, denen gegen\u00fcber eher geringe Bedenken bestehen. Dies sind die eben erw\u00e4hnten Bildbearbeitung, Bildbeschriftung oder Recherche. Instrumente, denen gegen\u00fcber Bedenken bestehen, kommen deutlich seltener zum Einsatz. Denn ein zentraler Punkt der laufenden Diskussionen um die K\u00fcnstliche Intelligenz im redaktionellen Alltag ist ja die Frage, in welchen Bereichen KI eingesetzt werden kann, und wo eher Gefahren und Risiken gesehen werden. Hier wurde erkennbar, dass bei den befragten Bildagenturen gegen\u00fcber dem Einsatz von KI-Tools in den meist als \u201ekreativ\u201c betrachteten Bereichen wie der Bild- und Texterstellung gro\u00dfe Bedenken bestehen \u2013 und diese Tools konsequenterweise auch seltener eingesetzt werden.<\/p>\n<p>Aufgrund der aktuell stattfindenden Prozesse um den urheberrechtlichen Schutz k\u00fcnstlich generierter Bilder und die Frage der Rechtm\u00e4\u00dfigkeit des Einsatzes der verwendeten Trainingss\u00e4tze birgt die Verwertung KI-generierter Bilder noch unkalkulierbare Risiken. Je nach Gr\u00f6\u00dfe des eigenen Bildbestandes unterscheiden sich deshalb die M\u00f6glichkeiten von Einzelnen und Unternehmen, mit eigenen Bildern trainierte KI-Tools zur Bilderzeugung zu nutzen. Denn nur wenn sichergestellt werden kann, dass die erzeugten Bilder durch Tools generiert werden, f\u00fcr deren Trainingssets Nutzungsrechte wirksam \u00fcbertragen wurden, k\u00f6nnen diese Bilder auch rechtssicher genutzt werden. Da sind die M\u00f6glichkeiten kleiner Agenturen, also aller Agenturen au\u00dfer den global aktiven Big Playern, aber limitiert. Dazu kommt die Frage, ob KI-generierte Bilder im Anschluss \u00fcberhaupt einen urheberrechtlichen Schutz genie\u00dfen. Das h\u00e4ngt n\u00e4mlich ma\u00dfgeblich davon ab, ob die Erstellung der Bilder kontrollierbar war, oder die Bilder das Ergebnis eines rein technischen Prozesses sind, der von Menschen nicht final gesteuert werden konnte.<\/p>\n<p>[list][*]<em>Kann man zusammenfassend feststellen, in welchen Bereichen der Publikation, der Bildnutzung allgemein, der Schwerpunkt der Verwendung von KI-Bildern liegt?<\/em><br \/>\n[\/list]<strong>Prof. Bauernschmitt<\/strong>: Dabei m\u00fcssen wir unterscheiden zwischen werblichen und journalistischen Publikationen. W\u00e4hrend in der Werbung publizierten Bildern regelm\u00e4\u00dfig kaum Glauben geschenkt wird, weil die dargestellten Situationen \u00fcberzogen dargestellt werden, und einem Vergleich mit der pers\u00f6nlichen Lebenswirklichkeit kaum standhalten, kann die Ver\u00f6ffentlichung KI-generierter Bilder im Journalismus die Glaubw\u00fcrdigkeit einer Publikation in Zweifel ziehen, wenn sie suggerieren, Wirklichkeit darzustellen. Denn wir m\u00fcssen immer daran denken, dass Bilder in journalistischen Publikationen regelm\u00e4\u00dfig eingesetzt werden, um den Wahrheitsgehalt eines Textes zu belegen, und die kleinen und mittelgro\u00dfen deutschen Agenturen einen wichtigen Teil ihrer Erl\u00f6se durch diese redaktionellen Publikationen erzielen. Soweit die an der Erhebung beteiligten Agenturen \u00fcberhaupt KI-generierte Bilder anbieten, geschieht das deshalb in Themenfeldern, deren Bilder regelm\u00e4\u00dfig in nicht dokumentarischer Absicht genutzt werden wie Art, Nature, Stock\/Illustration oder Travel. Zu gesellschaftspolitischen Themenfeldern mit m\u00f6glicherweise sozialer Brisanz wie History, News, Soziales und Politik, Wissenschaft, dagegen bieten die an der Erhebung beteiligten Agenturen aktuell kein Bildmaterial an.<\/p>\n<p>[list][*]<em>Darf ich einen vergleichenden Blick von Deutschland aus in die internationale Welt riskieren? Der Bestandsanteil bei jenen deutschen Agenturen, die KI-Motive anbieten, liegt gerade mal bei 1,8 Prozent des Gesamtbestandes. Wie etwa sieht das im Vergleich zu US-Agenturen aus? Alexander Karst von den Bildbeschaffern formulierte neulich die Zahl, bei Adobe Stock seien mittlerweile \u00fcber 44 Prozent der Motive KI-generiert. Sehen auch Sie hier eine steigende Tendenz?<\/em><br \/>\n[\/list]<strong>Prof. Bauernschmitt<\/strong>: Das ist nur auf den ersten Blick irritierend. Denn \u00fcber die M\u00f6glichkeiten zum Einsatz der KI zur Bildgenerierung in den Bildagenturen, entscheidet die Gr\u00f6\u00dfe des Bildbestandes. Dies muss bei der Betrachtung der Ergebnisse dieser Erhebung beachtet werden, wenn nur eine von 17 Agenturen KI zur Bilderstellung nutzt, und keine der an der Erhebung beteiligten Bildagenturen Kund:innen die M\u00f6glichkeit bietet, eigene Bilder mittels KI zu erzeugen. Denn ganz anders agieren jene Agenturen, die f\u00fcr sich allein \u00fcber deutlich gr\u00f6\u00dfere Bildbest\u00e4nde verf\u00fcgen als alle an der Erhebung Beteiligten zusammen. Adobe, Getty Images und Shutterstock bieten Interessierten die M\u00f6glichkeit, Bilder mittels Texteingabe (Prompts) nach eigenen Vorstellungen zu generieren. Mit ihren Bildbest\u00e4nden von 677,8 Mio (Adobe), 251,5 Mio (Getty) und 495,1 Mio Bildern (Shutterstock) verf\u00fcgen alle drei Agenturen aber auch \u00fcber ausreichende Ressourcen, um KI-Tools trainieren und mittels K\u00fcnstlicher Intelligenz Bilder erzeugen zu k\u00f6nnen, ohne Anspr\u00fcche Dritter bef\u00fcrchten zu m\u00fcssen. Ob diese Bilder danach aber urheberrechtlichen Schutz genie\u00dfen k\u00f6nnen, wird dagegen erst in Zukunft gekl\u00e4rt werden. Dies erkl\u00e4rt vielleicht, weshalb der Anteil KI-generierter Bilder am Gesamtbildbestand der Agenturen, die \u00fcberhaupt KI-generierte Bilder anbieten, mit 1,8 Prozent gering ist. Dabei betr\u00e4gt der Anteil dieser Bilder am Umsatz dieser Agenturen 3,3 Prozent.<\/p>\n<p>[list][*]<em>Sehen Sie als Agentur- und Bildmarktkenner \u00fcberhaupt noch eine M\u00f6glichkeit, das Bilder-Business k\u00fcnftig ohne k\u00fcnstlich generierte Bilder zu betreiben? Zur Erg\u00e4nzung der Frage: Was w\u00fcrden Sie einer Agentur raten, die eben nicht in den Markt der KI-Motive einsteigen will?<\/em><br \/>\n[\/list]<strong>Prof. Bauernschmitt<\/strong>: KI-Tools sind Teil des Alltags in den Bildagenturen geworden, werden die Arbeit immer st\u00e4rker pr\u00e4gen und an Bedeutung gewinnen. In welchem Umfang und in welchen Feldern das jedoch geschieht h\u00e4ngt zum Teil auch von den Agenturen selbst ab. KI-Tools k\u00f6nnen administrative Vorg\u00e4nge erleichtern und werden dazu genutzt werden. Anders sieht es bei der Erzeugung von Bildern mittels K\u00fcnstlicher Intelligenz aus. Eine Betrachtung der sehr unterschiedlichen Dimensionen der Bildbest\u00e4nde f\u00fchrt zu der Frage, ob die Best\u00e4nde der bildbestandsm\u00e4\u00dfig \u201ekleinen\u201c Agenturen f\u00fcr das Training von KI-Tools zur Bilderzeugung \u00fcberhaupt ben\u00f6tigt werden, und ob diese Agenturen deshalb \u00fcberhaupt eigene KI-Bildbest\u00e4nde werden anbieten k\u00f6nnen. Bildagenturen, die noch nicht in den Handel mit Nutzungsrechten an KI-generierten Bildern eintreten wollen oder k\u00f6nnen, m\u00fcssen \u00fcberlegen, auf welchen Feldern sie zuk\u00fcnftig aktiv sein wollen. Eine Option dabei k\u00f6nnen authentische, dokumentarische Fotos sein. Fotos, die Wirklichkeit abbilden, in einer pers\u00f6nlichen Handschrift aufgenommen wurden und die Position des Fotografen oder der Fotografin erkennen lassen werden im Zeitalter \u201ealternativer Fakten\u201c und \u201eFakenews\u201c an Bedeutung gewinnen. Die Glaubw\u00fcrdigkeit der Urheberinnen und Urheber und das Vertrauen in die Lieferkette werden dort immer wichtiger, wo es darum geht, glaubw\u00fcrdig Informationen zu vermitteln. Die an dieser Erhebung beteiligten Bildagenturen scheinen genau dies als Option zu sehen. Sie stehen KI-Tools grunds\u00e4tzlich offen gegen\u00fcber, sehen deren Einsatz positiv und glauben gleichzeitig an eine wachsende Bedeutung authentischer Fotografie.<\/p>\n<p>[list][*]<em>Herr Prof. Bauernschmitt, vielen Dank f\u00fcr das Gespr\u00e4ch! <\/em><br \/>\n[*]<em>Da Sie ja eine weitere Untersuchung in der Pipeline haben, in der es um die Bildk\u00e4uferseite von KI-Motiven geht, werden wir das Gespr\u00e4ch in einem weiteren Teil mit Blick auf diese Perspektive fortsetzen.<\/em><br \/>\n[\/list]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><strong><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/pictorial-online.com\/wp-content\/uploads\/woltlab_images\/woltlab_14207.jpg\" alt=\"Blog-Foto\" \/><\/strong><br \/>\n<strong>Teil 1: Image Market \u2013 Business Trends 2025<\/strong><\/p>\n<p><strong>Seit sp\u00e4testens 2022 die K\u00fcnstliche Intelligenz im Bildbereich an Bedeutung gewann, weil M\u00f6glichkeiten zur Erstellung k\u00fcnstlich generierter Bilder frei verf\u00fcgbar wurden, bestimmt das Thema die \u00f6ffentliche Diskussion.<\/strong><br \/>\n<strong><\/strong><br \/>\n<strong>Eine Erhebung, die die Arbeitsgruppe \u201cimage market \u2013 business trends\u201d am Studiengang Visual Journalism and Documentary Photography der Hochschule Hannover unter Leitung von Prof.<\/strong> &#8230; <a title=\"Wie wichtig ist KI im Bildmarkt?\" class=\"read-more\" href=\"https:\/\/pictorial-online.com\/?p=8084\" aria-label=\"Mehr Informationen \u00fcber Wie wichtig ist KI im Bildmarkt?\">Weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":8509,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[7,5,4],"tags":[],"class_list":["post-8084","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-bildagentur","category-bildrecht","category-events"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/pictorial-online.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8084","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/pictorial-online.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/pictorial-online.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/pictorial-online.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/pictorial-online.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=8084"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/pictorial-online.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8084\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9675,"href":"https:\/\/pictorial-online.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8084\/revisions\/9675"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/pictorial-online.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/8509"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/pictorial-online.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=8084"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/pictorial-online.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=8084"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/pictorial-online.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=8084"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}