Eine neu kuratierte Bildsammlung aus den Beständen der Bildagentur Quagga Illustrations stellt historische Abbildungen von Raupen aus Schmetterlings-Bestimmungsbüchern und Lexika des 19. und frühen 20. Jahrhunderts in den Mittelpunkt. Die detailreichen Darstellungen sind nicht nur kunsthistorische Zeugnisse der Naturkunde, sondern verweisen zugleich auf ein hochaktuelles ökologisches Thema: den Rückgang der Schmetterlingspopulationen durch den infolge intensiver Landwirtschaft und Klimawandel verursachten Verlust ihrer Nahrungspflanzen. Die fein lithografierten Bildtafeln zeigen ein Spektrum an Raupen – von der unscheinbar schwarzen Raupe des Tagpfauenauges über die leuchtenden Grüntöne mancher Nachtfalter-Arten bis zu der mit allergieauslösenden Haaren besetzten Raupe des Eichenprozessionsspinners. [weiterlesen]
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Das Trainieren einer KI mit urheberrechtlich geschützten Daten ist umstritten, die juristischen Fälle in der Kreativindustrie nehmen weltweit zu. In einem BVPA-Webinar am 28. Oktober beleuchtet die Medienrechtsanwältin Dr. Kerstin Bäcker aktuelle Auseinandersetzungen und gibt einen Ausblick.
Ob Text, Bild oder Musik – KI-Modelle werden mit immensen Mengen urheberrechtlich geschützter Werke trainiert. Die juristischen Folgen sind weitreichend: Rechteinhaber, Verwertungsgesellschaften und Plattformen geraten in teils länderübergreifende Konflikte über die Rechtmäßigkeit und Vergütung dieser Nutzungen.
Das Online-Seminar bietet einen Überblick über zentrale Rechtsstreitigkeiten, darunter:
- Kneschke vs. LAION (D): Nutzung von Bildern im Datensatz
- Bartz vs. Anthropic (USA): Autoren gegen Verwendung ihrer Werke im KI-Training
- GEMA vs. OpenAI (D): KI-generierte Songtexte ohne Lizenzen
- Getty Images vs. Stability AI (UK): Urheberrechtswidrige Trainingsmethoden
- Like Company vs. Google (EU):
- Kneschke vs. LAION (D): Nutzung von Bildern im Datensatz
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Die in Wien beheimatete Fotografenschule LIK Akademie für Fotografie schreibt den Fotowettbewerb Vienna International Photo Awards (Viepa) aus. In der Kategorie Portait gewann in diesem Jahr ein Bild des Italieners Roberto Corinaldesi, das durch KI erzeugt wurde. viepa.org/
„Natürlich hat unsere dreiköpfige Jury erkannt, dass das Foto KI-generiert ist, aber es geht in erster Linie darum, wie beeindruckend ein Bild ist. Solange ein Ergebnis gut ist, ist das bildgebende Mittel für uns nicht das Entscheidende“, so der Leiter der LIK Akademie Eric Berger.
In einem Gespräch mit Michael Wurmitzer in Der Standard / Wien kann man nachlesen, warum Eric Berger das so gar nicht stört [weiterlesen] -
Zum 31. Mal findet das Internationale Naturfotofestival der GDT (Gesellschaft für Naturfotografie) vom 24. bis zum 26. Oktober 2025 in Lünen statt. Zum Auftakt lädt die Gesellschaft zur Preisverleihung des Wettbewerbs Europäischer Naturfotograf des Jahres 2025 und zur anschließenden Ausstellungseröffnung ein. Zum Reiz des Festivals trägt auch maßgeblich bei, dass man die Stars der internationalen Naturfotografie-Szene in Seminaren und Workshops aus der Nähe agieren sehen – und hören – kann. [weiterlesen] -
15 Fotografen des Bundesverbandes Architekturfotografie BVAF präsentieren in der Architektenkammer.NRW Arbeiten zum Thema „Besondere Räume – Sakralbauten im Wandel“.
Die Schau für Architekturinteressierte läuft vom 1.10. – 21.11.2025 in der Architektenkammer.NRW, Zollhof 1, 40221 Düsseldorf
Der Hintergrund, so die Architektenkammer: „Sakralbauten verlieren gegenwärtig dramatisch an Bedeutung. In einigen NRW-Städten droht mittelfristig die Schließung von bis zu zwei Dritteln ihrer Kirchen. Damit einher geht nicht nur ein Verlust von religiösen Stätten, sondern auch von historisch, städtebaulich und sozial bedeutenden Fixpunkten urbaner Gemeinschaften. Sakralbauten waren meistens architektonisch herausragende Bauaufgaben, die ästhetisch eine große Kraft entfalten konnten.“ [weiterlesen] -
Es ist zwar noch etwas Zeit, aber wert, es sich vorzumerken: Der Wettbewerb zur Rückblende, dem deutschen Preis für politische Fotografie mit dem Karikaturenpreis der deutschen Zeitungen, startet am 3. November 2025. Die Rückblende zeichnet Fotografien und Karikaturen, die das politische Jahr 2025 sowohl prägnant als auch qualitativ hervorragend widerspiegeln, aus.
Teilnehmen können professionelle Fotografen sowie Karikaturisten, die ihre Werke in der politischen Tages-, Wochen- und Sonntagspresse publiziert haben. Der 1. Preis „bestes Foto“ ist mit 7.000 Euro dotiert, der Sieger des Karikaturen-Preises erhält 5.000 Euro.
Bild: Miriam Wurster, Femizide [weiterlesen] -
Im Oktober wird das Mut-Magazin der Agentur Zeitenspiegel wieder zwanzig Zeitungen in Deutschland beiliegen. „Das Heft wird vollgepackt sein mit Geschichten über Menschen, die an der Lösung von Problemen arbeiten und uns dadurch Mut machen“, so die Macher. Ab 15. Oktober 2025 liegt die Beilage den Zeitungen bei, sie kann aber auch hier gratis herunter geladen werden: mutmagazin.de/ [weiterlesen]
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Die Hamburger Agentur plainpicture stelle unter dem Titel „Alternative Fiction“ ein sehr umfangreiches Portfolio zusammen. Es ist mir persönlich zwar nicht klar, was der aus der Literaturwissenschaft bekannte Begriff in der Fotografie bedeutet, aber ... wahrscheinlich ist nur bei mir der Groschen einfach noch nicht gefallen. Aber die Bilder aus der Sammlung deepol kann man sich anschauen: newsletters.plainpicture.com/s…n-deepol/email/index.html [weiterlesen] -
Die Publikumsabstimmung des des Fotowettbewerbs der Royal Meteorological Society for the Standard Chartered Weather Photographer of the Year 2025 ist nun eröfnet. Wer mit abstimmen will, klickt hier: rmets.org/weather-photographer…28-4b18-a986-e9525a0e0100
Bild: Victor Cirstet at Rothera Research Station on Adelaide Island, Antarctic [weiterlesen] -
Die Fondation Carmignac gab bekannt, dass die Fotografin Nicole Tung zur Preisträgerin der 15. Ausgabe des Carmignac-Preises für Fotojournalismus gekürt wurde. Ihr Thema ist die komplexe Dynamik der industriellen Fischerei und ihre Folgen für marine Ökosysteme und Küstengemeinden.
Durch ihre Berichterstattung vor Ort in Thailand, auf den Philippinen und in Indonesien dokumentiert Tung eine äußerst undurchsichtige Branche, zu der der Zugang oft nur eingeschränkt möglich ist – insbesondere auf See, wo die Aktivitäten weitgehend der Kontrolle entzogen sind. In ihrem Bericht untersucht Nicole Tung Themen wie die Lockerung von Fischereivorschriften, die Auswirkungen geopolitischer Zwänge auf lokale Fischer und die Arbeitsbedingungen von Wanderarbeitern auf See.
In Thailand untersucht sie, wie Reformen, die nach Berichten über Sklaverei auf See im Jahr 2015 eingeführt wurden, zwar zu verbesserten Arbeitsbedingungen geführt haben, nun aber Gefahr laufen, wieder zurückgenommen zu… [weiterlesen]